Südtirol

Schon seit Alters her ist Südtirol ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Gegensätze. Deutsche, Italiener und Ladiner leben hier mit- und nebeneinander. Alpine und mediterrane Lebensart, aber auch Bräuche und Gewohnheiten verflechten miteinander und werden zu Neuem verknüpft. Auch die heterogene Landschaft trägt zum Lebensgefühl im Südtirol Urlaub bei. Von der schönsten Freilichtbühne der Alpen – den Südtiroler Dolomiten – die wegen ihrer einzigartigen Schönheit von der UNESCO zum Welterbe gekrönt worden sind, ganz zu schweigen.

Die Landeshauptstadt Bozen spiegelt diese Vielfalt wieder; hier leben drei Kulturkreise mit eigenen Sprachen, Kulturen und Traditionen nebeneinander, und erzeugen diesen unnachahmlichen Charme, der dieser Region eigen ist.pano1

Wissenswertes

  • Von 1363 bis 1919 war Südtirol zusammen mit Nord- und Osttirol, die heute zu Österreich gehören, Teil des Habsburgerreiches. Beim Ende des 1. Weltkrieges wurde das Gebiet südlich des Brenners der Siegermacht Italien zugewiesen.

  • Südtirol ist heute Teil der italienischen Region Trentino-Südtirol, die aus den zwei autonomen Provinzen Bozen-Südtirol und Trentino besteht. Die nördlichste Provinz Italiens hat weitreichenden Autonomiestatus, welcher der Südtiroler Landesregierung zahlreiche Bereiche unterstellt, die ansonsten vom Staat geregelt würden. (Straßenbau, Gesundheitswesen, Sozialsystem etc.)

  • Südtirol hat ca. 500.000 Einwohner.

  • Es gibt drei offizielle Landessprachen: 70% der Bevölkerung sind deutscher, 25% italienischer und 5% ladinischer Muttersprache. Das Ladinische, eine rätoromanische Sprache, wird noch in den Dolomitentälern Gröden und Alta Badia gesprochen.

  • Das Schulsystem in Südtirol ist nach Sprachen getrennt. Deutsch bzw. italienisch wird als erste Fremdsprache unterrichtet. In den ladinischen Tälern erfolgt der Unterricht in allen drei Sprachen.

  • Mit knapp 100.000 Einwohnern in Bozen die größte Stadt Südtirols. Sie ist Landeshauptstadt und Sitz der Südtiroler Landesregierung. In Südtirol gibt es weitere 7 Städte: Meran (ca. 36.000 Ew.), Brixen (ca. 17.000 Ew.), Bruneck (ca. 14.000 Ew.), Klausen (ca. 5.000 Ew.), Sterzing (ca. 6.000 Ew.), Leifers (ca. 15.000 Ew.) und Glurns (ca. 900 Ew.).

Völs am Schlern

schlernFiè allo Sciliar ist eine Gemeinde mit ca. 3.519 Einwohnern in Südtirol (Italien) unterhalb des Schlern-Massivs. Südtirols Symbolberg, der Schlern, ist das Wahrzeichen der Gemeinde Völs. Er dominiert die Hochflächen, auf denen sich die Völser Dörfer St. Konstantin, St. Anton, Völs, Ums, Aicha und St. Kathrein befinden.

Die Gemeinde Völs erstreckt sich über das Schlerngebiet vom Eisacktal bis zum Schlern und nimmt auch einen großen Teil der rechten Seite des Tierser Tales mit der Streusiedlung Völser Aicha ein. Das eigentliche Dorfzentrum ist Untervöls auf etwa 870 m Meereshöhe. Dort befinden sich Dorfplatz, Pfarrkirche, Volksschule und das Gemeindehaus.

Funde aus der Kupferzeit belegen, dass das Völser Gemeindegebiet bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt war; auch die alten Römer waren vom massiven Gebirgsstock beeindruckt und nutzten seine höchste Erhebung, den Burgstall, als Kultstätte. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Gemeinde als Fellis in einer Urkunde König Arnolfs aus dem Jahre 888.

Wichtigster Wirtschaftssektor ist der Tourismus. Völs war bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert – neben dem auf der anderen Talseite gelegenen Ritten – ein beliebtes Ziel der Bozner Bürger, vor allem zur Sommerfrische sowie für Heubad-Kuren.

Und nicht zuletzt sei erwähnt, dass Völs nur einen Katzensprung von Kastelruth und der Seiser Alm auf der einen Seite, sowie von Tiers mit dem Rosengarten auf der anderen Seite entfernt liegt. Wer die Dolomiten liebt, der ist Völs richtig!